Vom 18. bis 20. September 2026 werden die Ottensheimer Literaturtage erneut zum Treffpunkt für zeitgenössische Literatur und lebendige Stimmen. Unter dem diesjährigen Motto „Im Fluss der Stimmen – Atem. Erinnerung. Liebe.“ entfaltet sich ein Programm, das Literatur als Bewegung begreift: als Strömung aus Geschichten, Gedanken und Haltungen, die aus unterschiedlichen Richtungen zusammenfinden und weit über den Moment hinaus nachwirken.
In Ottensheim, direkt am Fluss gelegen, wird diese Idee zum sinnlichen Erlebnisraum. Wie das Wasser, das stetig weiterfließt und doch Spuren hinterlässt, bewegt sich auch Literatur zwischen dem Flüchtigen und dem Bleibenden. Sie entsteht im Atem des Augenblicks, verdichtet sich zur Erinnerung und entfaltet ihre verbindende Kraft in der Begegnung – zwischen Text und Publikum, zwischen Autor:innen und Zuhörer:innen.
Das Programm der diesjährigen Literaturtage versammelt Stimmen, die genau diese Spannungsfelder ausloten: Texte, die sich mit Vergänglichkeit und Dauer beschäftigen, mit persönlicher und kollektiver Erinnerung, mit Nähe, Verlust und der Kraft der Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen. Lesungen, Gespräche und performative Formate greifen ineinander und schaffen einen Raum, in dem Literatur nicht nur präsentiert, sondern erlebt wird.
Dabei steht weniger das abgeschlossene Werk im Mittelpunkt als das Weitertragen von Gedanken und Gefühlen – das Nachhallen, das Literatur im Inneren auslöst. Die Ottensheimer Literaturtage laden dazu ein, sich diesem Fluss hinzugeben, innezuhalten und zugleich weiterzudenken.
Am Anfang des Fluss stand immer eine Geschichte. Dieser Fluss der Stimmen soll zu weiteren Horizonten des Uneindeutigen führen, er wird es wagen, die unerträgliche Seltsamkeit der Welt zu beschreiben, denn: Literatur ist ein Gedankenspiel mit den vielen Wirklichkeiten und Möglichkeiten, sie ist eine fantastische Irritation, die unsere Festlegungen von Punkt A bis Punkt B, den akribisch sortierten Inhalt der Schubladen unseres Verstandes durcheinanderwirbelt, mehr noch, für nichtig erklärt. Sich auf dieses Rätsel einzulassen, dazu laden die Ottensheimer Literaturtage 2026 mit dem Wunder der Literatur von Christoph Ransmayr im musikalischen Zusammenspiel mit Wolfgang Muthspiel, Xaver Bayer, Sasha Filipenko im Dialog mit seiner Übersetzerin Ruth Altenhofer, Sharon Dodua Otoo, Daniel Schreiber, Natascha Gangl, Verena Stauffer und Franziska Füchsl im Gespräch mit Verleger Christian Thanhäuser ein.
Die Ottensheimer Literaturtage unterstreichen auch den Kern unserer Existenz: Ja, wir sind hier um zu lesen!
WO: Gemeindesaal Ottensheim, 4100 Ottensheim